Wirbelsäule
Die menschliche Wirbelsäule beschreibt eine S-förmige Knochensäule bestehend aus 33 bis 34 Wirbeln, zwischen denen sich die Bandscheiben befinden. Die Bandscheiben wiederum können als eine Art "Stoßdämpfer" bezeichnet werden, die die einzelnen Wirbel vor Erschütterungen und somit vor Abnutzung schützt. Die unterste Bandscheibe, die zwischen dem 5. Lendenwirbel und dem Kreuzbein sitzt, leistet diesbezüglich die größte Aufgabe. Auf ihr lastet das ganze Gewicht des aufrechtgehenden Menschen.
Sehr häufig jedoch kommt es aufgrund von übermäßigen Belastungen der Bandscheiben, durch falsches Heben und Bewegen etc., zum sogenannten Bandscheibenvorfall. Hierbei kann es dazu kommen, dass sich der Gallertkern der Bandscheibe nach außen auf die Nervenwurzel drückt oder sogar vollständig heraustritt, was zu starken Schmerzen, Störungen der Sensibilität und gar zu Lähmungserscheinungen führen kann.
Eine weitere Erkrankung der Wirbelsäule ist die Wirbelsäulenkoliose, die infolge "falschen" Wachstums entsteht und bei der die Wirbelsäule seitlich verkrümmt ist. Schwere Skoliosen können zu einer Einengung des Brustraumes führen und eine Beeinträchtigung der Atmung hervorrufen. Operationen, Krankengymnastik und das Tragen eines Korsetts sind mögliche Behandlungen dieser Krankheit. In ca. 90% der Fälle sind die Ursachen der Skoliose jedoch unbekannt.
Desweiteren gibt es bestimmte Fehlhaltungen, die sich im Laufe der Zeit noch verstärken können. Hohlkreuz oder Rundrücken sind die Folge falscher und übermäßiger Belastungen, die dann ihrerseits auch zu chronischen Rückenschmerzen führen können. Begünstigt werden diese krankhaften Krümmungen der Wirbelsäule noch durch zu langes oder falsches Sitzen, schweres Heben, Bewegungsmangel und Liegen bzw. Schlafen auf schlechten Matrazen.
Zuständige Ärzte für Erkrankungen der Wirbelsäule sind in erster Linie Orthopäden und Chiropraktiker.